Polonium-210: Der Mord der einen Staat entlarvte

Shownotes

  • Alexander Litwinenko, ehemaliger FSB-Offizier und Kreml-Kritiker, stirbt am 23. November 2006 in London an einer Polonium-210-Vergiftung.

  • Polonium-210 ist ein reiner Alphastrahler: von außen kaum gefährlich, im Körper zerstört es Knochenmark und Darmzellen von innen.

  • Die Substanz braucht einen Kernreaktor zur Herstellung. Weltweit werden schätzungsweise 100 Gramm pro Jahr produziert.

  • Der Poloniumtrail zog sich durch Hotels, Restaurants und Flugzeuge in ganz London. Die Spur führte direkt nach Moskau.

  • Hauptverdächtiger Andrei Lugovoy lebt bis heute als freier Mann in Russland und sitzt im Parlament.

  • Eine britische Untersuchungskommission kam 2016 zu dem Schluss, dass der Mord mit überwältigender Wahrscheinlichkeit von Putin persönlich genehmigt wurde.

Dieser Fall ist in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahme. Nicht nur wegen der Substanz, sondern wegen dem was er über die Grenzen von Rechtsstaatlichkeit aussagt. Marina Litwinenko hat dreizehn Jahre für eine öffentliche Untersuchung gekämpft. Die Antwort, die sie bekam, benennt die Verantwortlichen. Bestrafen kann sie niemand.

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00:00:06: Die kommen bei tödliche Verbindungen.

00:00:09: Dem True Crime Podcast mit Dr.

00:00:11: Timo Schühler.

00:00:14: London, erster November, ist ein Donnerstag-Nachmittag.

00:00:19: Die Stadt macht was sie immer macht – sie rauscht!

00:00:21: Taxis hoben auf dem Piccadilly Der Herbstregen legt einen grauen Filter über die Fassaden In den Papps beginnt die erste Nachmittagsschicht mit Guinness und gedämpftem Gemurmel.

00:00:32: Im Millennium Hotel an der Cross Werner Square sitzen drei Männer in der Peinbar.

00:00:38: Es riecht nach Holz, nach kaltem Zigarenrauch, nach dem leicht staubigen Paffin alter Hotelteppiche auf dem Tisch Gläser Unterlagen und eine Kanne grüner Tee.

00:00:52: Alexander ist forty-fourzig groß schmal slavische Züge.

00:00:57: er kennt die beiden Männer ihm gegenüber Andrei und Dimitri Alt bekannter aus einer Welt, die er hinter sich gelassen hat.

00:01:04: Er ist entspannt Oder zumindest gibt er sich entspannt.

00:01:08: In seiner alten Welt lernt man, keine Gefühle zu zeigen.

00:01:12: Er greift nach seiner Tasse.

00:01:15: Der Tee ist warm – leicht bitter!

00:01:19: Wie grüner Theben isst?

00:01:21: Nichts Ungewöhnliches.

00:01:23: Er trinkt was Alexander nicht weiß.

00:01:30: In dieser Tasse ist etwas gelöst das kein Labor der Welt sehen kann.

00:01:35: Kein Geruch verrät.

00:01:37: Keinen Geschmack ankündigt Etwas, das in der gesamten Geschichte der politischen Morde noch nie eingesetzt worden ist.

00:01:45: Eine Substanz die normalerweise in Kernreaktoren entsteht, die in der Industrie zur Entstörung elektronischer Geräte verwendet wird.

00:01:52: Die auf der Erde in solchen Spuren vorkommt dass eine Tonne Uranärz gerade einmal hundert Mikro-Kram davon enthält!

00:02:00: Eine Substance von der es weniger als ein Zehntel eines Millionste Gramm braucht um einen Menschen zu töten.

00:02:13: In den letzten beiden Folgen haben wir über Gifte gesprochen, die man aus dem Chemieunterricht kennt oder zumindest auch aus den Medien kennt.

00:02:20: Schwermetalle, Herzmedikamente, Substanzen mit Formeln und Molekulstrukturen und Reaktionswegen.

00:02:28: Heute ist es anders – heute verlassen wie die klassische Toxicologie und betreten die Radiochemie!

00:02:34: Ich sage das bewusst, denn tödliche Verbindung ist kein reiner Giftstoff-Podcast im engsten Sinne.

00:02:39: Es geht um jede Substanz die gezielt eingesetzt wird, um zu töten und Polonium in Zweihundertzehn ist es in einer Kategorie, die alles bisherige übertrifft.

00:02:49: Das ist nicht nur ein Mordfall – das ist der erste bestätigte Einsatz einer radioaktiven Substanz als Mordwaffe in der Geschichte!

00:03:04: ehemaliger KGB und FSB-Offizier, Überläufer, Informant, Kritiker des Gremls.

00:03:11: Er stirbt am XXIII.

00:03:13: November, um die Uhrzeit im University College Hospital in London.

00:03:20: Dreiundzwanzig Tage nachdem er seinen Tee getrunken hat.

00:03:24: Willkommen bei tödliche Verbindungen!

00:03:27: Diese Folge braucht von mir keinen persönlichen Bezug im familiären Sinne.

00:03:30: Aber es gibt einen anderen, der mir wichtig ist.

00:03:33: Wir sprechen heute über ein Staat, der einen Menschen tötet – nicht einen Seriemörder!

00:03:37: Auch kein Einzeltäter oder sonstiges.

00:03:40: Einfach einen Staat mit Ressourcen und Planung, mit einer Substanz, die man nur in Kernreaktoren herstellen kann.

00:03:47: Das ist eine ganz andere Dimension von dem was wir bisher besprochen haben.

00:03:52: Und ich glaube es ist wichtig das nicht einfach als Spionage-Geschichte oder ähnliches abzuhaken.

00:03:57: Es ist auch eine Frage, was passiert wenn ein System nicht versagt sondern wenn das System selbst der Täter ist?

00:04:07: Der Fall.

00:04:10: Um Alexander Litvinenko zu verstehen müssen wir kurz zurückgehen.

00:04:14: Nicht nach London – nach Moskau!

00:04:16: In einer Welt die nach anderen Regeln funktioniert.

00:04:20: Litvinenko wird in Warunich geboren.

00:04:24: Normales sowjetisches Leben.

00:04:25: Armee dann Geheimdienst Zunächst KGB, dann dessen russischer Nachfolger FSB.

00:04:31: Er ist gut – er steigt auf!

00:04:33: Er wird eingesetzt im Kampf gegen Terrorismus und organisiertes Verbrechen.

00:04:37: Genau das, wofür der FSB offiziell steht.

00:04:41: Und dann, in den Jahren von dem Jahr entgegen, tut er etwas, was in seiner Welt niemand tut….

00:04:48: Er geht an die Öffentlichkeit.

00:04:50: Auf einer Pressekonferenz in Moskau zusammen mit einigen Kollegen Teilweise maskiert, beschuldigt er die FSB-Führung der Anstiftung zur Mord.

00:04:58: Der Auftrag, so Litvinenko sei gewesen den russischen Oligarchen Boris Beresovsky zu töten – ein Mann, der damals zu den einflussreichsten Personen Russlands gehörte und der Vladimir Putin kritisierte.

00:05:13: Das ist der Moment, der Litvinenkos Schicksal besiegelt.

00:05:17: Nichts weitausendsechs.

00:05:22: sind mehrere Verhaftungen, Gerichtsverfahren, Betrohung gegen ihn und seine Familie.

00:05:26: Zwei Tausend flieht er mit seiner Frau Marina in seinem Sohn nach London.

00:05:31: Illegal ausgewandert, Asyl beantragt gewährt.

00:05:34: Er beginnt als Journalist- und Buchautor, arbeitet für den MI-Six, finanziert vom ebenfalls in London lebenden Berezovski.

00:05:43: Und er hört nicht aufzureden über den FSB oder Putin – über Dinge die er weiß und ihr nicht verschweigen will!

00:05:50: Im Oktober, zwei-tausendundsechs wenige Wochen vor seinem Tod erhält Litvinenko die britische Staatsbürgerschaft.

00:05:59: Erster November, zweitausendzechs ein Donnerstag.

00:06:03: Litvinenco hat an diesem Tag zwei Treffen.

00:06:06: Erst am Mittagessen in einem Sushi-Restaurant auf dem Piccadilly mit einem italienischen Bekannten namens Marius Garamella der im Informationen über mögliche Moatdrohungen überbringen will.

00:06:15: Litvinenko schaut sich die Unterlagen an ist kaum Nachmittags.

00:06:21: dann die Pine Bay Millenium Hotel.

00:06:23: André Lugovoi und Dimitri Kovtun, beide mit KGB-und FSB-Vergangheit – beide inzwischen Geschäftsleute.

00:06:32: Edwin Henko kennt LugoVoy seit Jahren!

00:06:34: Sie hatten gemeinsame Projekte ein oberflächlich kollegiales Verhältnis.

00:06:39: Er trinkt grünen Tee.

00:06:41: In der Nacht beginnt er zu erbrechen.

00:06:43: Starke Bauchschmerzen Atemnot.

00:06:49: Dritter November Einlieferung ins Barnet General Hospital.

00:06:53: Die Ärzte sind ratlos.

00:06:55: Das Bild passt zu einer Vergiftung, aber zu welcher?

00:06:59: Sie denken zunächst an Tallium – das klassische Geheimdienstgift, dass wir in einer späteren Folge auch noch mal genauer anschauen werden.

00:07:06: Litvinenko verliert seine Haare.

00:07:08: Sein Körper versagt langsam systematisch ohne die Mediziner zuerst verstehen warum.

00:07:15: Er wird in das University College Hospital verlegt auf die Intensivstation.

00:07:19: Spezialisten werden ihn zugezogen!

00:07:21: Die britischen Behörden beginnen zu ermitteln.

00:07:24: Und dann, kurz vor seinem Tod findet sich im Urin eine Substanz, die niemand erwartet hat.

00:07:31: Polonium-Zweihundertzehn!

00:07:34: Die Ärzte stehen vor einem Problem das sie noch nie hatten – einen Patienten der von innen bestrahlt wird.

00:07:40: Eine Substanz die sich nicht neutralisieren lässt.

00:07:44: Einem Tod, der bereits eingesetzt hat lange bevor die Diagnose gestellt wurde.

00:07:56: Alexander Levinenco stirbt.

00:07:58: Er ist vierzig Jahre alt, dreiundzwanzig Tage nach dem Tee in der Peinbar.

00:08:03: Wenige Stunden bevor er das Bewusstsein verliert gibt er der Times ein Interview.

00:08:07: Er sagt, er sei vom Greml zum Schweigen gebracht worden.

00:08:11: Sein letztes öffentliches Foto zeigt ihn auf dem Krankenhausbett.

00:08:14: Karl ausgemergelt kaum wiederzuerkennen.

00:08:18: seine Frau Marina sitzt daneben.

00:08:21: Sein Sohn ist dreizehn Jahre

00:08:22: alt.".

00:08:24: Was dann folgt, ist eine forensische Geschichte die London in ein Ausmaß erschüttert hat das niemand vorher gesehen hat.

00:08:31: Die Ermittler suchen nach dem Polonium Trail und sie finden ihn überall In der Pine Bar des Millennium Hotels, in Lugo Voice Hotelzimmern, in Restaurants, in Mayfair, in Büros, in Flugzeugen der British Airways auf Strecken zwischen London, Moskau und Hamburg.

00:08:48: Passagiere werden kontaktiert untersucht, beruhigt.

00:08:51: Die Kontamination ist weit verbreitet aber außerhalb des Körpers völlig ungefährlich.

00:08:57: Alferstrahlung kommt nicht durch Kleidung oder Haut.

00:09:00: Das Polonium hat eine Spur hinterlassen Eine Spur die direkt nach Moskau zeigt.

00:09:06: Hauptverdächtiger André Lugovoi.

00:09:09: die britische Justiz benennt ihn in sieben offiziell als Tatverdächten.

00:09:13: Großbritannien fordert seine Auslieferungen Russland lehnt ab Die russische Verfassung verbietet die Auslieferung eigener Staatsbürger.

00:09:21: Und Lugovoi?

00:09:22: Kandidat für die Russische Staatstummer wird gewählt, erlangt damit parlamentarische Immunität.

00:09:28: Er lebt bis heute in Russland als freier Mann.

00:09:33: In den letzten Jahren veröffentlicht eine britische Untersuchungskommission ihren Abschlussbericht.

00:09:38: Das Ergebnis der FSB war verantwortlich für den Wort und der Einsatz war mit überwältigender Wahrscheinlichkeit von Vladimir Putin persönlich genehmigt worden.

00:09:47: Russland bezeichnet den Bericht als politisch motiviert.

00:10:15: Vielleicht einfach Bosheit in einer Form, die sich rational nicht vollständig erklären lässt.

00:10:20: Und das ist schon verstörend genug!

00:10:22: Hier ist es eben anders – hier hat jemand entschieden dieser Mann muss sterben.

00:10:25: Ressourcen wurden bereitgestellt eine Substanz aus Kernreaktoren wurde beschafft, transportiert eingesetzt.

00:10:32: zwei Männer flogen nach London setzten sich an eine Bar und vergifteten einen Tee.

00:10:37: Das ist kein Versagen eines Systems, das ist ein System das funktioniert nur eben in die falsche Richtung.

00:10:43: Dazu kommen wir dann aber auch noch hin, Teil vier.

00:10:46: Zuerst gehen wir mal in die Chemie.

00:10:49: Die Substanz und warum sie eine andere Kategorie ist?

00:10:54: Ich möchte kurz bei dem Moment innehalten, den ich im Kahlstadt nur angedeutet habe.

00:10:58: Polonium-Zwauhundertzehn ist kein Gift im klassischen Sinne.

00:11:01: Es ist keine Verbindung, die mit irgendwelchen Enzymen interagiert.

00:11:04: Es is keine Substanz, die Natriumkanäle blockiert.

00:11:07: Und auch kein Schwermetall das sich an Proteine bindet.

00:11:13: nämlich ein radioaktives Element, das beim Zerfall Energie freisetzt.

00:11:17: Energie die Zellen zerstört!

00:11:20: Und das ist eine fundamental andere Kategorie und genau deshalb war es für die Ärzte in London zunächst so schwer zu verstehen was mit Litvinenko passierte.

00:11:29: Aber fangen wir noch mal von vorne an.

00:11:32: Polonium ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl vierundachtzig.

00:11:36: Entdeckt wurde's von Marie Curie.

00:11:38: Sie hat es nach ihrer Heimat Polen benannt.

00:11:41: Es ist von Natur aus extrem selten.

00:11:43: Eine ganze Tonne Uranärz enthält gerade einmal hundert Mikrogramm davon.

00:11:48: Um nennenswert Mengen davon herzustellen, braucht man einen Kernreaktor – Bismuth wird mit Neutronen beschossen und dabei entsteht Polonium-C.

00:11:58: Weltweit werden so schätzungsweise Hundert Gramm pro Jahr produziert.

00:12:01: Das klingt wenig… ist es auch!

00:12:05: Und gleichzeitig ist es erschreckend viel wenn man bedingt was diese Substanz kann.

00:12:10: Denn um einen Menschen zu töten, braucht man weniger als ein Zehntelstil eines Millionstilgramms.

00:12:17: Hört sich abstrakt an!

00:12:18: Also anders ausgedrückt.

00:12:19: Weniger als ein Salzkörnchen, das man in zwanzig gleiche Teile teilt und nur eines davon nimmt – diese Menge reicht.

00:12:28: Warum ist jetzt Polonium-Zwanderzehn so gefährlich?

00:12:32: Polonum-Zwanerzehn ist ein reiner Alpha-Strahler und das heißt beim radioaktiven Zerfall sendet es sogenannte Alphateilchen aus.

00:12:39: Das ist nichts anderes als Helium, genauer gesagt Heliumkerne.

00:12:43: Die mit hoher Energie weggeschleudert werden.

00:12:46: Allverstrahlung hat dabei eine paradoxe Eigenschaft die ich ziemlich faszinierend finde.

00:12:51: von außen ist es fast harmlos in luft kommt sie nicht weiter als vier Zentimeter durch die haut kommt sie gar nicht.

00:12:59: die oberste Hautschicht aus abgestorbenen Zellen reicht als Abschirmung vollkommen aus.

00:13:04: das bedeutet man kann Polonium-Zweihundertzehn anfassen, ohne sich damit zu vergiften.

00:13:09: Man kann daneben stehen und in einem Raum sein!

00:13:13: Aber sobald es in den Körper kommt – durch Essen, trinken, einatmen oder eine Wunde – ist alles anders.

00:13:20: Dann verteilt es sich über den Blutstrom in alle Gewebe und dort in einem Abstand von weniger als einen Zehntel Millimeter entlädt es seine gesamte Energie direkt in die umgebenden Zellen.

00:13:32: Die Allverstrahlung hat keine Reichweite mehr, um sich zu verlieren.

00:13:36: Sie deponiert ihre gesamte Energie in unmittelbarer Nähe.

00:13:40: Und zertrümmert dabei Zellstrukturen, reist DNA-Strenger auf und zwar auf eine Weise die die Zelleigenen Reparaturmechanismen nicht mehr bewältigen können.

00:13:50: Das führt dazu dass die Zellen sterben.

00:13:54: Welche Zellen stirben zuerst?

00:13:57: Das ist der Schlüssel zum Verständnis des klinischen Bildes.

00:13:59: Nicht alle Zellen sind gleich strahlenempfindlich.

00:14:02: Zellen die sich schnell teilen die eine hohe Erneuerungsrate haben, sind am verwundbarsten.

00:14:08: Und genau diese Zellen sind eben lebenswichtig!

00:14:12: Knochenmark-Zellen, die Fabrik unseres Blutes, rote Blutkörperchen, weiße Blutköpperchen und Blutplättchen – alles entsteht dort.

00:14:19: Wenn das Knochanmark versagt, versagt das Immunsystem dann versagt die Blutgerinnung und dann beginnt der Körper an sich selbst zu sterben.

00:14:28: Als zweites haben wir Darmepithelzellen, Sie erneuern sich alle paar Tage.

00:14:34: Werden sie zerstört, verliert der Körper seine Barriere gegen die eigene Darmflorae.

00:14:38: Bakterien, die normalerweise harmlos im Darm leben beginnen in den Blutkreislauf

00:14:43: einzudringen.".

00:14:44: Das ist das Bild einer hochdosierten Poloniumvergiftung und es erklärt jeden einzelnen Schritt von Litvinencos Tod.

00:14:53: Die erste Phase ist Übelkeit, Erbrechen Bauchschmerzen In der Nacht nach dem Tee.

00:14:57: Das ist die sogenannte Protromalfase.

00:15:00: Der Körper reagiert auf die Strahlenschäden, noch bevor das voller Ausmaß sichtbar ist.

00:15:05: Dann kommt eine kurze Phase von einer scheinbaren Stabilisierung.

00:15:09: Die Symptome werden für einige Tage besser – etwas besser!

00:15:13: Das ist keine Erholung, das ist die Latenzzeit.

00:15:16: im Hintergrund stirbt das Knochenmarkt.

00:15:18: Dann der Einbruch Haarausfall weil Haarwurzeln sich schnell teilen.

00:15:22: Blutarmut sinkende Leukocytenzahl, das Immunsystem kollabiert Plutungen, Infektionen, die der Körper nicht mehr bekämpfen kann.

00:15:33: So lang hat Leadvinenco

00:15:34: durchgehalten.".

00:15:36: Ich möchte noch ein Gedanken hinzufügen, der mich bei diesem Fall nicht loslässt.

00:15:40: Polonium-Zwarnerzehn wurde bewusst gewählt.

00:15:42: Nicht aus Bequemlichkeit ... Es ist alles andere als bequem zu erschaffen.

00:15:47: Sondern weil es bestimmte Eigenschaften hat, die aus Tätersicht nahezu ideal sind.

00:15:52: Das hat keinen Geruch und keine Farbe oder Geschmack.

00:15:55: Es löst sich in Flüssigkeit und außerhalb des Körpers sendet es kaum Gammastrahlung.

00:16:00: Das heißt, ein normaler Geigerzähler würde es an einer Tasse Tee nicht mal anzeigen!

00:16:05: Und gleichzeitig – das ist die grausame Ironie des Ganzen – hat die Substanz eine Eigenschaft, die zum Verhängnis der Täter wurde.

00:16:12: Sie hinterlässt überall Spuren weil sie weiter zerfällt.

00:16:15: Weil sie auf Oberflächen, Auf Kleiderungen oder Hotelzimmern auf Flugzeug sitzen nachweisbar bleibt wenn man mit der richtigen Methode sucht.

00:16:24: hat gleichzeitig die Täter verraten.

00:16:30: Der Nachweis, ein forensisches Problem der anderen Art.

00:16:34: In Folge eins haben wir gesagt die Werkzeuge lagen im Schrank.

00:16:37: in Folge zwei war es das Zeitfenster dass sich zu schnell geschlossen hat.

00:16:42: Hier ist das Problem wieder ein anderes.

00:16:43: Polonium-Zwanderzehn ist von außen unsichtbar.

00:16:47: Ein Geigerzähler, das Instrument, das die meisten Menschen mit Radioaktivität verbinden reagiert auf Gammerstrahlung und Beterstrahlung.

00:16:53: Poloniums Wanderzehnt emitiert fast ausschließlich Alferstrahlen.

00:16:56: Es ist quasi unsichtbar für die Standarddiagnostik.

00:16:59: Die Ärzte in London haben Wochen gebraucht, um auf die richtige Spur zu kommen.

00:17:03: Sie haben eben zunächst an Thallium gedacht.

00:17:05: Das ist ein ... man kann es wirklich sagen klassisches Geheimdienst-Gift.

00:17:10: Thalliumsulfat hat man früher auch als Rattengift genutzt und das macht ähnliche Symptome!

00:17:15: Die Thalliom-Tests waren aber negativ.

00:17:18: Andere Toxicologie ebenfalls negativ – das Knochenmark versagte.

00:17:22: Aber warum?

00:17:24: Der Nachweis von Polonium gelingt letztlich nur über eine spezifische Alpha-Spektrometrie von Körperausscheidungen.

00:17:30: Urin vor allem, die Substanz verlässt den Körper teilweise über den Urin und im Urin lässt sie sich wenn man gezielt sucht eindeutig identifizieren.

00:17:38: Das Problem dabei – niemand sucht rutinemäßig nach Poloniums.

00:17:42: dafür ist es einfach viel zu selten!

00:17:44: Es ist in medizinischem Kontext nahezu unbekannt als Vergiftungssubstanz.

00:17:49: Litvinenko war der erste bestätigte Fall weltweit.

00:17:52: Die Diagnose wurde erst kurz vor seinem Tod gestellt.

00:17:55: Zu spät für eine wirkungsvolle Behandlung, aber früh genug um das Muster zu verstehen und ihr Mittler wussten wenn Polonium im Urin ist dann muss es irgendwie dahinkommen und es muss eine Spur geben.

00:18:08: die Spur führte dann durch halb London Therapiemöglichkeiten oder dass fehlen davon.

00:18:16: ich muss hier ehrlich sein.

00:18:18: kurz und deutlich Es gibt keine wirksame Behandlung einer schweren Polonium-Zwahrhundertzehnvergiftung.

00:18:24: Es gibt kein Antidot, es gibt keinen Gelator der Alferstrahlung neutralisiert – denn das Problem ist nicht die Substanz selbst sondern die Strahlungen, die sie abgibt und Strahlung lässt sich nicht rückgängig machen.

00:18:37: Gelatoren wie DMSA können theoretisch eingesetzt werden um Poloniums aus dem Körper auszuleiten.

00:18:43: Sie haben eine gewisse Affinität zu dem Element, aber bei einer tödlichen Dosis ist das ne Geste keine Therapie.

00:18:48: Der Schaden am Knochenmark an den Darmzellen und der DNA.

00:18:51: Und er hat es bereits entstanden!

00:18:53: Die britischen Ärzte haben alles getan was möglich war – unterstützende Therapien, Infektionsprophylaxe, Transfusionen….

00:19:00: sie haben Kontakt zur internationalen Strahlmedizin an aufgenommen, zur WHO, zur Weltgesundheitsorganisation... die Antwort war dieselbe überall.

00:19:09: Supportive Care Unterstützung Linderung.

00:19:13: Keine Heilung!

00:19:14: Ein Strahlmediziner der Universität Ulm hat es damals gegenüber der NZZ so formuliert, die biologischen Effekte einer Polonium-Zwanderzehnvergiftung seien vergleichbar mit den Auswirkungen einer externen Ganzkörperbestrahlung mit hohen Dosen – wie bei schwer betroffenen Janu-Wilopfern.

00:19:36: Was Litvinenko bekommen hat, war mit größter Wahrscheinlichkeit mehr als das Zehnfache der letalen Minimaldosis.

00:19:44: Ich möchte mit einem Gedanken aufschließen, der über die Rheinische Mie hinausgeht.

00:19:48: In Folge eins haben wir über Gifte gesprochen, die man im Internet bestellen kann – die jeder Leihetheoretisch beschaffen kann wenn er es will und keine Hemmung hat.

00:19:55: Polonium-Cyclone ist das Gegenteil davon!

00:19:57: Es braucht einen Kernreaktor.

00:19:59: Es braucht staatliche Infrastruktur, es braucht Logistik, Schutzausrüstung ... Das ganze Knowhow... Die Menge Die nötig ist, um einen Menschen zu töten entspricht dem was weltweit in einigen Wochen produziert wird.

00:20:11: Das ist keine Substanz für Einzeltäter.

00:20:13: das ist eine Substanz Für Staaten.

00:20:15: und damit sind wir beim letzten nächsten Teil.

00:20:24: In den ersten beiden Folgen haben wir über Systemversagen gesprochen.

00:20:27: In Bielefeld hat ein System nicht hingeschaut.

00:20:29: In Oldenburg hat ein system weggeschaut.

00:20:31: Beides ist sehr schreckend.

00:20:32: beides hat Menschen das Leben gekostet aber Hier ist es fundamental anders.

00:20:37: Wir sprechen nicht über ein System, das versagt hat, sondern über einen System, der funktioniert hat.

00:20:41: wie sollte?

00:20:43: Nur dass was es produziert hat ... Ein Mord war!

00:20:47: Fassen wir zusammen, was belegt ist.

00:20:49: André Logovoy und Dimitri Kofftun beide mit FSB-Hintergrund reisten nach London.

00:20:54: Sie trafen Litvinenko.

00:20:55: in dem Tee, der auf dem Tisch stand befand sich Polonium-Swanerzehn.

00:20:58: Litvinenko starb.

00:21:00: Die Poloniumspur zieht sich durch Halblondern durch Hotelzimmer, in denen Logovoi übernachtet hat durch Flugzeuge, auf denen er gereist ist.

00:21:08: Durch Restaurants, in denen er gegessen hat.

00:21:10: Sie ist Substanz und hat seine Bewegung monatelang dokumentiert.

00:21:14: In dem Jahr haben sie einen britischen Untersuchungskommission unter Richter Robert Owen ihren Abschlussbericht veröffentlicht.

00:21:21: Das Ergebnis Flugo-Woye und Kovtun haben Litvinenko absichtlich und tödlich vergiftet.

00:21:25: Der Einsatz wurde mit überwältigen der Wahrscheinlichkeit vom damaligen Chef FSB-Chef Nikolaj Patrushev genehmigt.

00:21:32: und mit überwältigender Wahrscheinlichkeit auch von Präsident Putin persönlich.

00:21:37: Ich betone das Wort wahrscheinlich, weil der Bericht keine direkten Beweise für putinspersönliche Anordnung vorlegt.

00:21:43: Er stützt sich auf die Kommandostruktur des FSB – Auf Zeugenaussagen auf die Logik!

00:21:48: Eine Operation dieser Größenordnung mit einer Substanz, die nur in staatlichen Reaktoren entsteht kann nicht ohne höchste Genehmigung stattgefunden

00:21:56: haben.".

00:21:57: Das ist Indizienlogik aber sie ist eben belastbar.

00:22:01: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, Russland ist verantwortlich für die Ermordung Alexander Litvinencus.

00:22:08: Hunderttausend Euro Schadenersatz an seine Witwe Marina.

00:22:12: Man kann sich selbst überlegen, dass Russland nicht gezahlt hat.

00:22:16: Ich möchte das nochmal kurz einordnen bevor wir wieder weitergehen!

00:22:21: Ein Staatsbürger eines anderen Landes der in Großbritannien legal lebt – der britische Staatsbürgerschaft Der unter dem Schutz der Krone stand, wurde auf britischem Boden ermordet mit einer Substanz.

00:22:33: Die nicht so einfach zu beschaffen ist von Männern die für den russischen Staat gearbeitet haben und das Ergebnis keinerlei Strafverfolgung keine Auslieferungen.

00:22:43: eine der Hauptverdächtigen kandidiert für die Duma und erhält parlamentarische Immunität.

00:22:47: Russland bezeichnet den britischen Untersuchungsbericht als politisch motiviert.

00:22:52: Großbritannien weist russische Diplomaten aus Russland weist dem gegenüber britische Diplomaten aus, die diplomatischen Beziehungen leiden.

00:23:00: Und dann?

00:23:02: Na ja das Leben geht weiter!

00:23:04: Das ist der Unterschied zu allen bisherigen Fällen – bei Klaus-O sitzt der Täter in Haft, Nils Högel sitzt den Haft.

00:23:10: Ihr könnt dem Staat für mangelhafte Reaktionen kritisieren aber am Ende wurde Verantwortung übernommen oder geurteilt, wurde bestraft.

00:23:17: Lugovoi lebt in Moskau gibt Interviews und sitzt im Parlament.

00:23:23: Die Botschaft Ich glaube, das ist der eigene Kern dieses Falses und er geht weit über die Chemie hinaus.

00:23:30: Polonium-ZwC wurde nicht nur deshalb gewählt weil es tötet.

00:23:33: Es wird gewählt, weil es auch eine Botschaft sendet.

00:23:36: Eine Botschaft an alle anderen, die aus Russland geflohen sind, reden, schreiben, Informationen weitergeben.

00:23:43: Die Botschaft lautet wir können euch überall finden!

00:23:46: Wir haben Ressourcen, die ihr euch nicht vorstellen könnt.

00:23:49: Und wenn wir wollen – und das ist vielleicht das kälteste daran – dann hinterlassen wir absichtlich Spuren Weil wir wissen, das eben nichts passiert.

00:23:58: Das ist keine Paranoia, dass es eine Interpretation die mehrere Geheimdienstexperten geteilt haben.

00:24:03: Der Mord war nicht nur ein Mord – er war ein Signal!

00:24:10: Marina Ledvinenko hat dreizehn Jahre lang für eine öffentliche Untersuchung gekämpft.

00:24:14: Dreizehn Jahren?

00:24:16: Ihr Sohn Anatoli war dreizehn als sein Vater starb.

00:24:19: Er wurde sechsundzwanzig bevor der Bericht veröffentlicht wurde.

00:24:23: Der Bericht sagt Euer Mann und euer Vater wurde ermordet.

00:24:26: Wahrscheinlich im Auftrag des russischen Präsidenten, die Täter sind frei.

00:24:32: Ich weiß nicht wie man mit dieser Antwort leben soll.

00:24:34: ich glaube Marina Litvinenko weiß es auch Nicht vollständig aber sie hat gekämpft für die wahrheit nicht Für Gerechtigkeit weil gerechtigkeit in diesem fall nicht zu bekommen war und das verdient Respekt.

00:24:49: Ein letzter gedanke zum system.

00:24:51: In folge zwei haben wir gefragt ab wann wird schweigen zur mitschuld?

00:24:55: Heute eine verwandte Frage.

00:24:57: Was bedeutet Rechtsstaatlichkeit, wenn sie an Staatsgrenzen endet?

00:25:02: Großbritannien hatte die Beweise, hat die Täter identifiziert, hat einen Urteil des Europäischen Gerichtshof und konnte nichts tun.

00:25:10: Weil die Täder in einem Land sind das keine Auslieferungsabkommen respektiert und dass über ein Vetorecht im UN-Sicherheitsrat verfügt.

00:25:17: Das ist keine Kritik an Großbritanien!

00:25:20: Das ist eine nüchterne Beschreibung der Realität internationaler

00:25:24: Politik.".

00:25:25: Und diese Realität ist die erschreckendste Lektion dieses Falls.

00:25:28: Es gibt Täter, die wissen dass sie nie verurteilt werden und die diese Gewissheit als Werkzeug einsetzen.

00:25:37: Offene Fragen Was bleibt offen?

00:25:40: Erstaunlich viel für einen Fall der so gut dokumentiert ist wie dieser.

00:25:44: Die wichtigste Frage Wer hat den Befege geben?

00:25:47: Richter Owen sagt Wahrscheinlich Putin Aber wahrscheinlich ist kein Urteil Und solange Lugewei und Kofto nicht vor Gericht stehen Was ihn nie werden, wird diese Frage juristisch nie beantwortet sein.

00:25:57: Das ist unbefriedigend – bewusst unbefriedigend würde ich sagen!

00:26:00: Dann ist da die Frage nach dem Warum.

00:26:02: Genauer gesagt, warum jetzt?

00:26:04: Warum in den letzten Jahren.

00:26:06: Litvinenko hatte seit und neunzehntundneinzig geredet, acht Jahre lang.

00:26:10: Was hat sich geändert?

00:26:11: War es ein bestimmter Artikel eine bestimmte Information, die er weitergegeben hat?

00:26:15: War's ein Signal an andere zur richtigen Zeit?

00:26:18: Die britische Untersuchung deutet auf mehrere mögliche Auslöser hin… aber Gewissheit Gibt es nicht.

00:26:24: Und schließlich Arafat.

00:26:26: Im Jahr Zwei-Tausend Dreizehn untersuchten Radiophysiker der Universität Lursan Proben vom Grab des palästinensischen Präsidenten Yassir Arafad, der Zweitausendvier gestorben ist.

00:26:37: Ihre Ergebnisse Erhöhte Polonium zweihundertzehn Werte.

00:26:42: Die These auch Arafath könnte vergiftet worden sein Das ist bis heute nicht abschließend geklärt aber die Möglichkeit das Litvinenko nicht das erste Opfer dieser Methode war Die steht im Raum.

00:26:55: Was bleibt nun von diesem Fall?

00:26:56: Alexander Litvinenko ist auf dem Highgate Friedhof in London begraben, in einem strahlensicheren Sack, weil sein Körper noch Jahre nach seinem Tod radioaktiv war.

00:27:04: Bei einer Eineischerung hätte die Familie angeblich zweiundzwanzig Jahre warten müssen bis die Strahlung weit genug abgeklungen wäre.

00:27:11: Zweiund zwanzig jahre!

00:27:12: Das ist kein Detail am Rande das es.

00:27:14: ein letztes Bild das alles zusammenfasst eine Substanz die so persistent, so radikal in ihre Umgebung eingreift dass sie selbst den Tod des Opfers überdauert.

00:27:24: Selbst die Beisitzung wird davon bestimmt.

00:27:26: Marina Litvinenko liebt in London, hat nach dem Tod ihres Mannes studiert und ist Anwältin geworden – hat die Litvinenco Justice Foundation gegründet.

00:27:35: Sie kämpft weiter!

00:27:37: Nicht für mehr Gerechtigkeit sondern für Sichtbarkeit, dafür das dieser Fall nicht vergessen wird.

00:27:43: Anand Holli Litvinенко ist heute Mitte dreißig.

00:27:46: Er war dreizehn als sein Vaterstab.

00:27:48: Ich habe in dieser Folge über etwas gesprochen, das mich persönlich in einer bestimmten Weise trifft.

00:27:53: Nicht biografisch sondern grundsätzlich!

00:27:55: Wir vertrauen Systemen, wir vertrauen dem Rechtsstaat und darauf, dass wenn etwas Schreckliches passiert jemand zur Rechenschaft gezogen wird.

00:28:02: Dass es eine Instanz gibt die Urteil, die bestraft, die zumindest Wahrheit ausspricht.

00:28:07: Litvinenko hat diesen System vertraut.

00:28:10: Er hat sich an Großbritannien gewandt.

00:28:12: Hat Asyl beantragt, mit Geheimdiensten zusammengearbeitet.

00:28:14: Hat öffentlich gesprochen.

00:28:16: Er hat gespielt nach den Regeln einer offenen Gesellschaft.

00:28:20: Und er ist trotzdem gestorben, und die Täter sind frei!

00:28:23: Das ist keine Einladung zu Pessimismus oder Zynismus – es ist eine Einladungen zur Wachheit, zu der Frage Welche Systeme schützen uns wirklich?

00:28:30: Wo enden ihre Grenzen?

00:28:34: Nächste Woche bleiben wir in der Welt der politischen Vergiftungen Aber wir gehen weiter zurück in die Geschichte Zu einem Fall aus dem Jahr neunzehnhundertundsiebzig Zu einem Mann, der an einer Londoner Bushaltestelle steht Zu einem Regenschirm und zu einer Substanz, die aus den Samen der Rizinosbohne gewonnen wird.

00:28:52: Und deren Wirkung so präzise, so unerwendbar ist, dass sie bis heute in keinem Lehrbuch der Toxikologie fehlt – Georgi Markov und das Gift im Regenschirm.

00:29:04: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:29:06: Tödliche Verbindungen.

00:29:08: Bis nächste Woche.

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